Eingewöhnungskonzept

Um Ihrem Kind die Eingewöhnung zu erleichtern haben wir ein Konzept entwickelt, das sich in drei Phasen aufgliedert.

1. Kontaktphase (Kennenlernphase)
  • Das Anmeldegespräch findet mit unserer Kindergartenleiterin Frau Walter oder ihrer Vertretung Frau Bacinski statt. Sie stellt Ihnen die Einrichtung vor.
  • Das Aufnahmegespräch führt die Erzieherin der Gruppe, in die Ihr Kind aufgenommen wird. Dabei können wir uns gegenseitig kennen lernen.
  • Gemeinsam mit Ihnen wird der ausgefüllte Fragebogen besprochen. Uns ist es wichtig, etwas über das Leben Ihres Kindes in der Familie zu hören und einen Einblick in seine Entwicklung zu bekommen.
  • Wir tauschen uns aus, wie Sie als Eltern und wir als Erzieherinnen die ersten Wochen Ihres Kindes in unserem Kindergarten gut gestalten können.
2. Trennungsphase

In den ersten 3-4 Tagen bleibt Ihr Kind mit Ihnen ein bis zwei Stunden in seiner Gruppe.

Während der ersten Tage sollten sie den Gruppenraum nicht ohne Ihr Kind verlassen. Für Ihr Kind ist es wichtig, in der Zeit der ersten Kontaktaufnahme zur neuen Umgebung durchgängig die Sicherheit zu haben, bei Vater oder Mutter Zuflucht und Unterstützung suchen zu können und die schwierige Situation nicht allein meistern zu müssen. Sie sind der sichere Hafen. In diesen ersten Tagen erlangt Ihr Kind eine gewisse Vertrautheit mit der neuen Umgebung, der bislang noch fremden Erzieherin und den anderen Kindern.

Während Ihres Aufenthaltes mit Ihrem Kind im Gruppenraum setzen Sie sich bitte in eine ruhige Ecke des Raumes und verhalten sich passiv. Sie sollten immer auf Ihr Kind, insbesondere auf seine Annäherung, Blickkontakte u.ä. positiv reagieren, jedoch keine Initiativen von sich aus ergreifen, um mit dem Kind Kontakt aufzunehmen. Täglich besprechen wir den Stand der Eingewöhnung mit Ihnen.

Ab dem vierten Tag macht Ihr Kind Erfahrungen mit der täglichen Trennung von Vater oder Mutter. Sie sollten während des Besuches für einige Zeit den Gruppenraum verlassen und Ihr Kind so darauf vorbereiten, dass es in naher Zukunft allein in der Kindergruppe bleiben wird. Sie verlassen aber den Kindergarten nicht, so dass Sie für Erzieherin und Kind jederzeit erreichbar sind. Bei allen Trennungen sollte folgendes beachtet werden:

  • Sie sollten Den Gruppenraum dann verlassen, wenn Ihr Kind zufrieden spielt und sich nicht gerade auf Sie hin orientiert, um bei Ihnen Trost oder Sicherheit zu suchen.
  • Es ist sehr wichtig, dass Sie sich, wenn Sie den Raum verlassen, vom Kind verabschieden. Eltern dürfen sich nicht „wegschleichen“, ohne sich zu verabschieden; Sie setzen damit das Vertrauen des Kindes in die Vorhersehbarkeit Ihres Verhaltens aufs Spiel. Ein mitgebrachtes Kuscheltier oder ähnliches erleichtert Ihrem Kind die Trennung
3. Stabilisierungsphase

In dieser Phase bleibt das Kind ohne Sie im Kindergarten. Es beginnt sein Umfeld im Kindergarten zu erkunden. Dazu gehört das Kennenlernen der anderen Kinder und Erzieherinnen.

Die Verabschiedung zwischen Ihnen und Ihrem Kind sollte immer nach einem individuellen Ritual ablaufen (z.B.: Ihr Kind winkt Ihnen durch das Fenster). Auch in dieser Zeit wird es noch oft Abschiedsschmerz zeigen, aber seine Erzieherin akzeptieren, sich schnell trösten lassen und den Kontakt zu Ihr suchen.

Sollte Ihr Kind beim Abschied weinen uns Sie unsicher sein, ob es sich beruhigen lässt, können Sie gerne im Kindergarten anrufen.
Wenn sich Ihr Kind nicht beruhigen lässt, rufen wir Sie an. Sie sollten deshalb in dieser ersten Zeit telefonisch erreichbar sein.

Wir hoffen, Sie konnten sich ein Bild vom Ablauf der Eingewöhnungszeit machen, die wir gemeinsam mit Ihnen individuell auf Ihr Kind abstimmen. Wir bitten Sie darum, sich und Ihrem Kind diese Zeit zu geben , um nachteilige Folgen für seine Entwicklung, sein Wohlbefinden und seine Bindung zu Ihnen zu vermeiden.

Sollten Sie als Mutter wieder in Ihrem Beruf einsteigen wollen, legen Sie den Beginn nicht zu nahe an den ersten Kindergartentag Ihres Kindes. Finden solche Veränderung in der Familie zusätzlich zur Eingewöhnung statt, ist Ihr Kind einer mehrfachen Belastung ausgesetzt. Auch schaffen Sie sich damit einen gewissen zeitlichen Spielraum, um auf Probleme flexibel reagieren zu können um nicht selbst unter Druck zu geraten und Ihr Kind auf jeden Fall bis zum Abschluss der Eingewöhnungszeit zu begleiten.

Eine behutsame, sanfte Eingewöhnung des Kindes in den Kindergarten bildet das Fundament für die gesamte weitere Arbeit im Kindergarten und eine vertrauensvolle Erziehungspartnerschaft mit Ihnen.

14.04.2011

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